Auguste Stiftung Cottbus Haus

Geschichte

Über die Auguste-Stiftung

auguste loeberAm 13.01.1897, nur zwei Tage vor ihrem Tod, verfügte die wohlhabende Cottbuser Kaufmannswitwe Auguste Löber, geb. Feige, als ihren letzten Willen die Gründung der Auguste-Stiftung zu Cottbus. Stiftungszweck sollte die “Versorgung weiblicher Personen der besseren Stände“ sein.

Auguste Löber war schon zu ihren Lebzeiten für ihr ausgeprägtes soziales und humanitäres Engagement bekannt. Ihre tiefe religiöse Überzeugung war es, christliche Nächstenliebe im Alltag ungeachtet von Standesgrenzen zu leben.

Sie stellte der Stiftung einen Großteil ihren nicht unbeträchtlichen Vermögens zur Verfügung und legte damit den Grundstein für eine wichtige soziale Stiftung, die in den Folgejahren viele Cottbuser Bürger mit Leben füllten.

Ferdinand Wilhem Riedel schenkte zur gleichen Zeit der Stadt Cottbus ein größeres Grundstück „zur Errichtung einer Anstalt für vaterlose Waisen“. Damit setzten sich zwei Cottbuser Bürger, die in ihren persönlichen Schicksalen viel Leid erfahren hatten, in besonderer Weise für bedürftige Mitmenschen ein. Sie schufen die Voraussetzung dafür, dass die Auguste-Stiftung auch heute noch junge Frauen in schwierigen Lebenlagen unterstützen kann.

Schon im Jahr 1900 wurde das neue Stiftsgebäude in der Feigestraße eingeweiht. Die dortigen 24 Wohnungen standen zahlreichen Cottbuser Witwen für einen Lebensabend in Würde und sozialer Sicherheit zur Verfügung.

Bis in die 1940er Jahre hinein brachten engagierte Cottbuser weiteres Geld und auch Grundstücke in die Stiftung ein und ermöglichten so die Weiterführung der Stiftung im humanitären Sinne von Auguste Löber.

In den 1950er Jahren gab es viele Bestrebungen die „bürgerliche“ Auguste-Stiftung aufzulösen. Insbesondere die christliche Orientierung war der damaligen DDR-Obrigkeit ein Dorn im Auge. Die Stiftungstätigkeit wurde eingestellt. Bis weit in die 1990er Jahre hinein war unklar, ob die Auguste-Stiftung rechtlich überhaupt noch existiert.

Die Stiftung heute

augusteAntje SchraderIm Jahr 1994 wurde der Auguste-Stiftung per Feststellungsbescheid des Ministerium des Inneren des Landes Brandenburg ihre rechtmäßige Weiterexistenz auf der Basis ihrer Gründungssatzung von 1897 bestätigt. Die Stiftung ist seitdem wieder sozial tätig.

Die Stiftung wird satzungsgemäß von einem siebenköpfigen Kuratorium geleitet, dem bekannte Cottbuser Personen angehören. Als Kuratoren festgelegt sind der Bürgermeister der Stadt Cottbus, der Inhaber der zweiten Pfarrstelle der Evangelischen Kirchengemeinde Skt. Nikolai, ein Arzt/eine Ärztin sowie vier gewählte Bürger der Stadt Cottbus.

Zum Stiftungskapital gehören neben dem Stiftsgebäude in der Feigestraße weitere zwei Wohngebäude am Altmarkt. Die Stiftung finanziert sich heute aus den Mieteinnahmen dieser Gebäude.

 

Kontakt

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Auguste-Stiftung zu Cottbus
Neumarkt 5 (Rathaus)
03046 Cottbus
Telefon 0355 - 612 2501

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